Grande ist eine Kunstfigur und Konzeptkünstlerin. Wahrscheinlich geboren in den 1980er Jahren, wuchs sie isoliert in einem Land auf, das es heute nicht mehr gibt. Seit 2001 konzipiert, lebt und arbeitet sie vornehmlich in europäischen Hotels, sowie einem Wohnatelier in Leipzig. Für immer der Farbe Blau und den damit einhergehenden Assoziationen und Sehnsüchten verpflichtet, nutzt sie vor allem die analoge Fotografie, Sounds zwischen Punk und Klassik sowie Lyrik und Prosa um ihr eigenes „GRANTOPIA“ zu erschaffen. In ihrer Kunstwelt ohne Anbindung an eine Szene ist kein Platz für Realität. Sie folgt eigenen Gesetzen von Ästhetik und Wahrheit.
In ihrer künstlerischen Praxis verwendet sie zwar hauptsächlich analoge Techniken, hat aber auch Platz für Digitales. Sammeln, Ordnen und Archivieren nehmen viel Raum ein, dienen aber nicht der Bewahrung von Geschichte, sondern schaffen durch bewusstes Beimischen fiktionaler Elemente und Veränderungen der Zeitachse neue Erzählungen. Das Grande-Universum ist ein Spielfeld für gezielte Manipulation, basierend auf (falschen) Artefakten.